SCHRIFTGRÖßE: normal + groß + größer
 
 
Link verschicken   Drucken
 

Geschichte/Chronik

Musikverein Werpeloh 1924 e.V.

 

Historie

Blaskapelle des Musikverein Werpeloh um 1930

von links: Lambert Lucks, Wilhelm Lucks, Heinrich Krämer, Hermann Lucks (hinten), Wilhelm Schmitz, Bernhard Schmitz, Reinhard Funke, Nikolaus Lucks und Ulrich Hüntelmann (Dirigent)

 

 

Der Musikverein Werpeloh wurde im Winter 1923/24 gegründet und durchlebte, insbesondere bedingt durch die Kriegsjahre, in den folgenden Jahrzehnten immer wieder Höhen und Tiefen. Gründer des Vereins waren: Ulrich Hüntelmann, Gerhard Hagemann und Johann Behnen. Der erste Unterricht wurde von Johann Haskamp, Sögel erteilt. Später übernahm Ulrich Hüntelmann den Dirigentenstab. Die Instrumente wurden von den Musikern selbst erworben. Da ein Probenraum nicht zur Verfügung stand, wurde jeweils abwechselnd zuhause musiziert.

 

Der erste Auftritt des neu gegründeten Musikvereins war in Werpeloh auf dem Fronleichnamsfest. Noch im gleichen Jahr spielte der Musikverein am 09. Juni bei der Fahnenweihe des Schützenvereins Wahn. Als Bezahlung gab es Essen und Trinken für den ganzen Tag. Eine Uniform gab es nicht, es wurde ein schlichter schwarzer Anzug getragen.

 

In den nächsten Jahren bis 1933 traten dem Musikverein weitere Bläser bei: Hermann Lucks, Lambert Lucks, Wilhelm Lucks, Bernd Schmitz, Reinhard Funke, Nikolaus Lucks, Wilhelm Schmitz und Heinrich Krämer.

 

Nach dem Krieg von 1945 bis 1950 traten wieder neue Mitglieder bei. Die Mitgliederzahl betrug in diesen Jahren immer ca. 15 Bläser. Es wurden sowohl Dorffeste (Schützenfest, Erntedankfest…), kirchliche Hochfeste, als auch private Feiern musikalisch gestaltet und verschönert. Der Musikverein hatte sich zum festen Bestandteil des Ortes Werpeloh entwickelt und war mittlerweile unverzichtbar.

 

Im Jahre 1970 gründete der neue Hauptlehrer der Grundschule, Josef Domnick, den Fanfarenzug Werpeloh. Er bestand bei der Gründung aus ca. 40 Kindern im Alter von 10 – 13 Jahren. 1971 legte Ulrich Hüntelmann aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Dirigent nieder und Josef Domnick übernahm neben dem Fanfarenzug auch die Leitung der Blaskapelle. In dieser Zeit gehörten dem Musikverein insgesamt etwa neunzig aktive Musikanten an.

 

Im Jahre 1976 wurde der erste Vorstand gewählt: Josef Domnick, Dirigent; Horst Elbin, 1. Vorsitzender; Karin Sievers, 2. Vorsitzende; Heinz Konken, Kassenwart; Margret Möhlenkamp, Schriftführerin.

 

Nach sehr erfolgreichen Jahren und intensiver Nachwuchsausbildung verschmolz der Fanfarenzug dann mit der bestehenden Blaskapelle zum Musikverein Werpeloh. Die offizielle Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichts erfolgte im Jahr 1982 zum Musikverein Werpeloh 1924 e.V..

 

Der Musikverein Werpeloh möchte allen Interessierten eine interessante Plattform bieten, die es ermöglicht, sich musikalisch und gesellig zu betätigen. Das Repertoire beinhaltet neben bekannter traditioneller Blasmusik, insbesondere auch moderne Kompositionen, die dem Musikgeschmack der überwiegend jugendlichen Musikanten entgegenkommen.

 

Neben Auftritten in der näheren Region (Emsland, Norddeutschland) wurden daher auch immer wieder Konzertreisen in Deutschland und in die benachbarten europäischen Länder unternommen.

 

Grundvoraussetzung dafür ist eine fachlich fundierte Jugendausbildung, die durch Musiklehrer der Musikschule des Emslandes und durch eigene Musikanten in kooperativer Zusammenarbeit gewährleistet wird. So gehören dem Verein derzeit über 100 Musikanten an (70 Musikanten im Orchester und etwa 40 Kinder in der Ausbildung/Jugendband), die sich in verschiedenen Klangkörpern musikalisch betätigen.

 

Aushängeschild des Vereins ist das Gesamtorchester, das neben traditioneller Blasmusik insbesondere auch immer wieder moderne konzertante Kompositionen zu Gehör bringt. Die musikalische Leitung des Orchesters liegt seit dem Frühjahr 2005 in den Händen von Frau Astrid Brinker.

 

Auf sich aufmerksam macht aber auch die Jugendband des Vereins, die derzeit von Frau Alexandra Vähning-Schmidt geleitet wird.